Stadion Hardturm (Wettbewerb: 1. Rang) , Zürich

Architekt: Burkard Meyer Architekten BSA, Baden

Gründung: Die bis in die Limmatschotter-Schicht hineinreichenden Bauteile werden flach fundiert, wobei die Stützenlasten der Tribünenüberdachung sowie die Einzellasten der Tribünenkonstruktion mittels Bohrpfählen in die tiefer liegenden, gut tragfähigen Schotterschichten abgetragen werden.

Tragkonstruktion und Materialisierung: Bei der Wahl des statischen Systems wurde dem Bauvorgang Rechnung getragen. Das Tragwerk wird im Wesentlichen aus wirtschaftlichen Beton-Fertigteilen konzipiert wodurch ein schnelles Versetzen und eine effiziente Montage der Bauteile ermöglicht wird. Die Form und Abmessungen der Bauteile sind entsprechend aufeinander abgestimmt. Lediglich die Bodenplatte sowie die Geschossdecken werden in Beton vor Ort gegossen. Die Geschossdecken liegen auf den vorgefertigten Rahmen und den Ortbeton-Fassadenstützen, welche mit vorgefertigten Elementen ummantelt sind. Um eine schnelle Bauweise zu ermöglichen, sowie ein effizientes Tragwerk mit einem kleinen Anteil an Eigengewicht zu erreichen, wurden die Strukturen der Passarellen und der Parkdecks in Stahl-Beton Verbund angedacht.

Tribünen: Das tragende Tribünenelement besteht aus vorgefertigten in Minimum 50 cm hohen, 80 cm breiten und 15 cm dicken Winkelelemente. Die Elemente liegen auf den in einem alternierenden Abstand von 4.5 bzw. 8.5 m angeordneten, schräg verlaufenden, vorgefertigten Stahlbetonriegeln, welche als Zweifeldträger mit Abmessungen 60x60 cm ausgebildet sind. Die statische Analyse der so konzipierten Tribünen-Winkelelemente hat gezeigt, dass der Grenzwert der Beschleunigung beim Skandieren von 5%g, mit 1.05%g deutlich unterschritten wird.